Verdichtung eines Nebels zu einem festen Ankerpunkt

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Inhaltsverzeichnis

Lagebestimmung

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich damit, wie ich meinen Beitrag dazu leisten kann, in dieser Gesellschaft etwas zu verbessern. Obwohl große Mißstände offensichtlich sind, so fällt es doch schwer, einen Ansatzpunkt zu für eine Verbesserung zu finden, einen festen Punkt, an dem angesetzt werden kann, der Orientierung bietet. Dass es Mißstände gibt, wird kaum jemand bestreiten wollen. Die Mißstände zu benennen ist dagegen schon sehr schwierig und würde schon einen ersten Schritt zur Lösung der Mißstände bedeuten. Die politischen Entwürfe der gesellschaftlichen Lebensmodelle vergangener Epochen wie Sozialkatholizismus, Sozialismus oder Liberalismus sind weder in der Lage, die Probleme der Gegenwart des Informationszeitalters noch die der Zukunft zu lösen.

Ziele

Ich möchte hier ein offenes System schaffen, dass Probleme aufzeigt und Lösungsvorschläge findet und diskutiert. Als Ergebnis dieses Prozesses stelle ich mir so etwas wie einen Entwurf eines gesellschftlichen Programmes vor, möglicherweise ähnlich einem Parteiprogramm, aber im Gegensatz dazu doch nicht bindend für irgendjemand oder irgendetwas. Obwohl ich die Probleme nicht einmal benenne, möchte ich ein gesellschaftliches Programm zur Lösung eben dieser Probleme zu entwickeln. Das ist wie ein Nebel, es ist etwas, aber nichts festes, eher schwammig, eine Art Ursuppe, aus der ich feste Ankerpunkte entwickeln möchte. Ich sehe dies nicht als Nachteil, sondern eher als Vorteil an. Ich möchte, dass das System offen ist, sich also noch entwickeln kann. Ich sehe dies ähnlich freier Software wie BSD, freiem Wissen wie die Wikipedia oder freier Informationsverbreitung wie die Blogosphäre.

Ankerpunkte

Wenn aber bisher nicht einmal konkrete Probleme benannt werden, was bleibt dann, um voran zu kommen, auf dem Weg zu Problemlösungen? Als erstes möchte ich vorschlagen, Ideen zum Umgang miteinander in diesem offenen System vorstellen. Dann möchte ich vorschlagen, die technischen Systeme näher zu beschreiben, mit denen so ein offenes System geschaffen werden kann. Gibt es ein technisches System, in dem Vorschläge enthalten sind, wie wie miteinander umgegangen wird, dann wird sich dieses System erwünschte Verhaltensweisen beschreiben. Diese erwünschten Verhaltensweisen stellen nun einen Ankerpunkt dar und mit Hilfe dieses Ankerpunktes können dann auch Probleme beschrieben und Lösungsansätze formuliert werden.

Umgangsformen

Der feste Ankerpunkt, zu dem sich der Nebel der Lösungsansätze gesellschaftlicher Probleme verdichten könnte, wären demnach die vorgetragenen Ideen für den Umgang miteinander. Auch die großen Religionen stellen meines Erachtens und soweit mir bekannt nur unzureichende Regeln für den Umgang miteinander auf. Zwar beschreiben die Religionen diskussionsfähige Regeln für den Umgang unter Gläubigen, doch nehmen die Repräsentanten der Religionen eine Sonderstellung mit autoritären Rechten ein, die nur schwer begründbar sind.

Richtungsbestimmung

Auf den ersten Blick scheint es einfach zu sein, einen Vorschlag bezüglich der Umgangsformen für das Miteinander zu entwerfen. Anständig, aufrichtig, gerecht, solidarisch, freiheitlich, freundlich, bescheiden, ehrlich, gutmütig, zurückhaltend und so fort könnten da zum Beispiel Adjektive sein. Andererseits haben diese Eigenschaften jeweils auch Kehrseiten und sind in sich nicht ganz widerspruchsfrei. Normen für den Umgang miteinander sind in Parteien und anderen ähnlichen Organisationen zur Verbesserung der Gesellschaft auch festgelegt, jedoch scheinen sie mir kritikwürdig vor dem Hintergrund dessen, dass Intrigen, Mobbing, Bestechung und Attacken unter der Gürtellinie zu den üblichen Umgangsformen dort gehören.

Ausblick

Damit habe ich nun schon einen ersten Teil der gedanklichen Arbeit geleistet, solche Umgangsformen zu formulieren. Der Nebel verdichtet sich langsam zu einem Ankerpunkt. Nun gilt es, diesen Ankerpunkt im Informationszeitalter weiter zu entwickeln.

Lösungen

Manchmal kann es sinnvoll sein, den zweiten Schritt schon vor dem ersten zu bedenken. Wenn also die Bestimmung der Probleme der erste Schritt ist, der noch nicht gegangen wurde, dann ist der Ansatz zur Lösung der zweite Schritt.

Eigentlich ist jedoch das Erkennen des Problems auch nicht der erste Schritt, denn vor dem Erkennen eines Problems steht die Aufgabe, zu erkennen, was Ziel sein könnte. Und da sind wir wieder bei den Adjektiven, die den Ankerpunkt im Nebel bilden können.

Lösungsansatz von 84.62.154.92

Als alternde Industrienation ist die Bundesrepublik Deutschland auch als Exportweltmeister an neuen Grenzen der Menschheitsgeschichte angelangt. So gesehen sind Ankerpunkte im Nebel und das Rauschen der Blogosphäre erste Wegweiser für die Zukunft, in denen innovative Netzwerke - auch Cluster genannt - zu neuen Formen der Dienstleistung reifen, nachdem die Bundesrepublik Deutschland zunehmend ihre Position als Produktionsstandort aufgeben wird. Kluge Systeme wie Wikis und Blogs werden einen Beitrag zu mehr Demokratie leisten, die facettenreichen lokalen und nationalen Kompetenzen über das bekannte Maß hinaus zu vereinen.

Dabei wird sowohl das egoistische Lumpenprotelaritat (Karl Marx) und der selbstsüchtige Lumpenkapitalismus (Armin Nassehi) als auch der Narzißmus der LumpenPolitik (Tenrix ;) überwunden in einem seit jahrtausendlangen Streben zu gemeinsamen Werten.

So wird von Generation zu Generation die Höflichkeit als intendierte Vorstufe der Tugenden im Streben nach gemeinsamen Werten neu entdeckt.

Ansatz von Marcel

Ein Problem ist bisher nicht definiert, und daher kann es auch noch keine Lösung geben. Ich hoffe jedoch trotzdem, es wird eine Richtung geben, die durch Adjektive bestimmt wird, die als Ankerpunkte dienen können, bei der Bestimmung der Frage, was das Leben in Zukunft lebenswert macht. Diese Adjektive sollten als erstes Eingang in die Umgangsformen finden, wie miteinander umgegangen wird. Wer die Welt verändern will, muß das in einer Gruppe tun, die Regeln, die für die Welt gelten sollen, müssen auch in der Gruppe funktionieren. Diese Regeln basieren meiner Meinung nach auf Adjektiven.

Solche Adjektive, auf denen die Regeln einer Gruppe zur Veränderung der Gesellschaft fußen, könnten meiner Meinung nach zum Beispiel sein: anständig, aufrecht oder behutsam. Gerne höre ich andere Meinungen dazu.

Links

Diskussion im offenen Beitrag von Mein Parteibuch mit Al

Globale Aufklärung - Globale Chance - Webseite von Al - Jürgen Albrecht

Das wissenschaftliche Weltbild - Webseite von Al - Jürgen Albrecht

Warum ... Blog-Beitrag von Daniel

Bücher

Joseph Ratzinger - Werte in Zeiten des Umbruchs

Ralf Dahrendorf - Auf der Suche nach einer neuen Ordnung

Richard Sennett - Die Kultur des neuen Kapitalismus

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