Norbert Röttgen
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Person
Norbert Röttgen, geboren 1965 in Meckenheim ist ein deutscher Jurist und Politiker der Partei CDU. Norbert Röttgen ist verheiratet und hat drei Kinder.
Partei
Norbert Röttgen trat 1982 in die CDU ein. Norbert Röttgen gehört seit 1984 dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Rhein-Sieg an und ist zurzeit dessen stellvertretender Vorsitzender. Norbert Röttgen war von 1992 bis 1996 JU-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen. Norbert Röttgen gehört außerdem dem CDU-Bezirksvorstand Mittelrhein an und ist seit 2001 Bundesvorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen.
Zusammen mit dem damaligen Generalsekretär Volker Kauder und den CSU-Politikern Markus Söder und Erwin Huber hat er das Wahlprogramm von CDU und CSU zur Bundestagswahl 2005 ausgearbeitet. Seit 2005 ist er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Abgeordneter
Seit 1994 ist Norbert Röttgen Mitglied des Deutschen Bundestages. Norbert Röttgen ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Rhein-Sieg-Kreis II in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 51,8 % der Erststimmen.
Seit 2000 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen im Deutschen Bundestag. Von Oktober 2002 bis Januar 2005 war er rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 25. Januar 2005 wurde er auf Vorschlag von Angela Merkel zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt.
Seit dem 14. Dezember 2005 ist er außerdem Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums.
Seilschaften
Im April 1996 setzte sich Röttgen gemeinsam mit anderen jungen Abgeordneten, wie Hermann Gröhe und Ronald Pofalla, gegen den Willen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl für eine Liberalisierung des Staatsangehörigkeitsrechts ein. Inzwischen gilt Norbert Röttgen als treuer Gefolgsmann von Angela Merkel.
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
Ab dem 1. Januar 2007 wollte Röttgen Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) werden. Er begründete seine Kandidatur damit, dass er bereits als Abgeordneter im Bundestag stets die Interessen des BDI vertreten habe. Wie das Protokoll der maßgeblichen Sitzung zeigt, wollte der BDI Norbert Röttgen haben, damit er seinen Einfluß als Politiker im Sinne des BDI einsetzen konnte.
Am 18. Juli 2006 hatten die ehemaligen Präsidenten des BDI, Hans-Olaf Henkel und Michael Rogowski, in einem Offenen Brief von einem „[...] möglicherweise verhängnisvollen Fehler [...]“ gesprochen und „[...] unlösbare Interessenkonflikte [...]“ gesehen. Sie „[...] halten es für falsch, seine gleichzeitige Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag zu akzeptieren“ und mahnten einen Mandatsverzicht an.
Der CDU-Landesvorsitzende Mecklenburg-Vorpommerns, Jürgen Seidel, am 21. Juli 2006 in einem Zeitungsinterview: „Ich halte es für schwierig, wenn hauptamtlich bezahlte Lobbyistenvertreter gleichzeitig Mitglieder des Bundestages sind und zwei zeit- und arbeitsintensive Funktionen gut ausfüllen sollen.“
Als Reaktion auf die Kritik an seiner geplanten Doppelrolle zog Norbert Röttgen seine Zusage für die Übernahme des Postens des Hauptgeschäftsführer beim BDI zurück.
Weblinks
LobbyControl am 26.07.2006: BDI wollte mit Röttgen seinen Einfluss vergrößern

