Matan Vilnai
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Matan Vilnai, geboren am 20.05.1944 in Jerusalem, ist ein zionistischer Politiker und früherer General der Israel Occupation Forces. Seit 2007 ist er Vize-Kriegsminister unter der Regierung von Ehud Barak.
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Politische Karriere
Nach einer militärischen Karriere als Fallschirmjäger wurde er 1999 Mitglied der israelischen Arbeitspartei Awoda und für diese sogleich in die Knesset gewählt. Zunächst wurde er Minister für Wissenschaft, Kultur und Sport. Nach sechs Monaten gab er seinen Knessetsitz an Colette Avital ab, behielt aber seinen Ministerposten.
Auch unter der 2001 ins Amt gewählten Regierung, unter Leitung durch die konservative Likud-Partei unter Ariel Sharon, behielt er sein Amt. 2003 wurde er zwar erneut in die Knesset gewählt, verlor aber unter der nun ohne Arbeitspartei gebildeten neuen Regierung sein Ministeramt. Nach erneuter Regierungsbildung 2005 (rechte und rechtsextreme Parteien verließen die Regierung Sharon wegen des sogenannten Konvergenzplans, der die Räumung besetzter palästinensischer Gebiete in Aussicht stellt) wurde er erneut zum Minister berufen, diesmal für Wissenschaft und Technologie.
Für die Wahlen 2006 wollte Vilnai Parteiführer der Arbeitspartei werden, wurde aber von Amir Peretz geschlagen. Dennoch konnte er erneut in die Knesset einziehen und wurde im Juli 2007 zum Vize-Verteidigungsminister der neugebildeten Regierung unter Ehud Barak berufen.
Shoah-Drohung
Im Februar 2008 löste Matan Vilnai mit der Androhung einer Shoah an Palästinensern Empörung in Palästina aus.<ref>SZ am 29.02.2008: Israelischer Minister droht mit "Holocaust"</ref> „Wenn die Palästinenser noch mehr Raketen abschießen und deren Reichweite vergrößern, bringen sie sich in die Gefahr einer größeren Shoah, weil wir alles in unserer Macht stehende tun, uns zu verteidigen“, sagte Vilnai dem Militärrundfunk.
Der Regierungschef der palästinensischen Hamas im Gazastreifen, Ismail Hanija, sagte, dass dies zeige, „dass Israel von vornherein aggressive Absichten gegenüber“ den Palästinensern verfolge und sie nun gar mit einem Holocaust bedrohe.
Auch wenn der Begriff Shoah wörtlich „Katastrophe“ bedeutet, so wird er doch selten in einem anderen Zusammenhang benutzt. Dennoch verlautbarte ein Sprecher, dass Vilnai einfach Katastrophe meine und keine Anspielung auf einen Völkermord habe machen wollen<ref>SZ am 29.02.2008: Minister rudert zurück: „Meinte nicht Holocaust“</ref>. Mit der mörderischen Operation Cast Lead, bei der die IDF gezielt die Zivilbevölkerung von Gaza ermordete, machten die zionistischen Terrortruppen Matan Vilnai's Drohung mit Völkermord Ende Dezember 2008 wahr.
Weblinks
Quellen
<references/>
Dieser Artikel basiert auf Wikipedia Matan Vilnai und steht insoweit unter GNU-FDL.

