Marco Kanne
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Person
Marco Kanne ist ein deutscher Blogger.
Wirken
Marco Kanne schreibt vorwiegend auf seinem Blog opponent.de. Daneben veröffentlicht er in der Onlineausgabe des libertären Magazins eigentümlich frei. Früher schrieb er regelmäßig für konservative Publikation Blaue Narzisse. Seit einiger Zeit sind dort jedoch keinerlei Artikel mehr von ihm erschienen. Marco Kanne produziert darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge zu verschiedenen Themen, die er auf der Plattform YouTube veröffentlicht.
Wikipedia
Sein vielgenutzter Wikipedia-Account Marco K. wurde inzwischen wegen Editwar auf unbegrenzte Zeit gesperrt<ref>http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Marco_K.</ref>.
ids-online
Marco Kanne ist laut Impressum verantwortlich für den Webauftritt der von der islamkritischen Webseite pi-news.net beworbenen sogenannten "Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt (IDS)" ids-online.de.
Themen und Ansichten
Seine Beiträge kreisen häufig um Themen wie Zensur, Meinungsfreiheit, Internet, Medien, Markt(wirtschaft) bzw. Kapitalismus, Sozialismus, Kollektivismus, Polizeistaat. Er bezieht dabei einen radikalliberalen, libertären oder anarchistischen Standpunkt und wirbt für die Abschaffung des Staates, den er als Verursacher der meisten Probleme im Zusammenleben der Menschen ansieht und an dessen Stelle ein so genannter "freier Markt" bzw. die "freie Gesellschaft" treten soll.
Propaganda-Video gegen "Die Linke"
Ein Video mit dem Titel Die Linke - Eine Bedrohung unserer Freiheit<ref>Youtube-Video opponentm vom 13.08.2007: Die Linke: Eine Bedrohung unserer Freiheit</ref> fand weitgehende Beachtung in der Öffentlichkeit. Es ist mit über 60 000 Aufrufen (Stand: Juli 2008) das meistgesehene Video zur Partei Die Linke. In dem Video wird behauptet: "Die Partei "Die Linke", Nachfolgerin der kommunistischen SED, will in Deutschland erneut eine sozilistische Diktatur errichten." Zur Verstärkung der propagandistischen Wirkung wurde das Video mit dunkler Musik unterlegt. Eine im März 2008 veröffentlichte Videoantwort zeigt anhand eines ähnlich gemachten Videos über die CDU, wie das Video von opponentm funktioniert<ref>Youtube-Video von silenthillfreak01 am 13.03.2008: Re: Die CDU: Eine Bedrohung unserer Freiheit</ref>.
Abgemahnt
Am 21.08.2008 erhielt Marco Kanne ein Einschreiben des DGB-Bundesvorstandes, der ihn aufforderte, einen Screenshot von seinem Blog www.opponent.de bis zum nächsten Tag zu entfernen.<ref>Keine Liebesgrüße aus Berlin: DGB-Bundesvorstand bedroht mich, opponent.de, 21.08.2008</ref> Der Screenshot zeigte eine durch Nutzer editierbare Kampagnenseite des DGB für einen gesetzlichen Mindestlohn, die ein Hitlerbild und ein sarkastisches Statement enthielt.<ref>Hitler wirbt für DGB-Mindestlohn, opponent.de, 16.08.2008</ref> Der DGB sah laut Schreiben das Urheberrecht verletzt. Sollte sich Kanne dem Willen des DGB-Bundesvorstandes nicht beugen, drohte dieser ihm mit "strafrechtlichen wie zivilrechtlichen Schritten".
In seiner offenen Antwort auf den DGB-Brief, den er auf seinem Blog publizierte, lehnte er die Entfernung des Screenshots auf Grund der Androhung von Gerichtsverfahren gegen ihn ab. In einem weiteren Blogeintrag erklärte Kanne, er hätte auf eine freundliche Bitte des DGB den Screenshot entfernt, einer Drohung gebe er aber aus Prinzip nicht nach.<ref>“Hättest Du den Screenshot von Deinem Blog genommen, wenn der DGB Dich gebeten hätte?”, opponent.de, 23.08.2008</ref>
In Reaktion auf die Drohung des DGB-Bundesvorstandes gegen Kanne, übten sich dutzende Blogs aus fast allen politischen Richtungen, hauptsächlich jedoch aus dem liberalen/libertären, konservativen und unpolitischen Spektrum, in (teils kritischer) Solidarität.<ref>Keine Liebesgrüße aus Berlin: DGB-Bundesvorstand bedroht mich, opponent.de, 21.08.2008</ref> Auch Telepolis, das Onlinemagazin für Netzkultur des Heise-Verlags, berichtete über den Vorfall.<ref>Eigentümliches Eigentumsverständnis, Telepolis, 24.08.2008</ref>
Kanne ist der Aufforderung des DGB-Bundesvorstandes, den Screenshot zu entfernen, bis heute nicht nachgekommen. Eine weitergehende Reaktion des DGB-Bundesvorstandes ist ebenfalls nicht erfolgt.
Quellen
<references/>

